21. Dezember

Weihnachtswunder gibt’s tatsächlich! – Teil 21

»Das erklärt einiges«, sagte Papa. Er hielt die ganze Zeit über die Hand seiner Mutter. Und er strahlte wie ein Kind an Weihnachten. »Ich bin mit sechzehn abgehauen, nachdem ich meinen Zieheltern von den Träumen erzählt hatte. Sie versuchten mir zu erklären, dass sie sich sehnlichst einen Sohn gewünscht hatten und dass sie die Gelegenheit nutzen wollten, ein Kind aufzunehmen, als etliche Kinder entführt wurden. Sie meinten, es würde nicht auffallen.«

»Hast du dann nach deinen Eltern gesucht?«, fragte Mama.

»Ja. Ich bin nach Epfelsberg gegangen und fand in unserer alten Wohnung fremde Leute vor. Ehemalige Nachbarn konnten mir lediglich sagen, dass meine Eltern seit acht Jahren nicht mehr dort wohnten. Da ich mich aber auch nicht zu erkennen gab, konnten mir auch die Ämter nicht helfen. Ich war natürlich wütend auf meine Zieheltern, aber ich wollte nicht, dass sich Polizei und Presse einschalteten. Also entschloss ich mich, nach Wiesbaden zu gehen. Ich dachte, hundert Kilometer zwischen mir und meiner alten Heimat würden helfen, die Vergangenheit abzuhaken. Und dann …« Mit einem schrägen Grinsen sah Papa mich an. Lachend schüttelte ich den Kopf.

Fortsetzung folgt …

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