16. Dezember

Weihnachtswunder gibt’s tatsächlich! – Teil 16

»Du wirkst traurig, Frieda. Wo ist dein Sohn?« Meine Worte waren mal wieder schneller draußen als ich denken konnte. Meine verflixte Neugier brachte mich nicht zum ersten Mal in eine peinliche Situation.

»Lea! Meine Güte, Kind. So etwas fragt man doch nicht!« Mama war meine Frage sichtlich unangenehm. Frieda und Johann warfen sich einen Blick zu. Johann nickte kaum merklich und seine Frau seufzte. »Es ist schon in Ordnung, dass Lea fragt«, antwortete sie. »Vor einundvierzig Jahren haben wir unseren siebenjährigen Sohn verloren. Er wurde entführt. Auch aus den Nachbarstädten verschwanden Kinder. Bis auf uns erhielten die Eltern jedoch Lösegeldforderungen. Die Polizei hatte zwei Vermutungen: Entweder handelte es sich um einen Trittbrettfahrer oder die Entführer hatten schnell bemerkt, dass bei uns kein Geld zu holen war. Vermutlich wurde unser Sohn umgebracht.«

»Die anderen Kinder kamen also wieder frei?« Jetzt war Mama auch neugierig.

Johann nickte. »Ja, nur unser Sohn kam nie zurück. Die Entführer gestanden noch einige andere Straftaten, aber sie wehrten den Vorwurf ab, auch am Verschwinden unseres Kindes beteiligt gewesen zu sein.«

Fortsetzung folgt …

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